1966
Ike & Tina Turner

River Deep – Mountain High

RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH ist ein 1966 veröffentlichter Song, gesungen von Tina Turner, veröffentlicht unter Ike & Tina Turner, der als Meisterwerk des amerikanischen Produzenten Phil Spector gilt.

I. Entstehungsgeschichte

RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH ist ein Song von Jeff Barry (*1938), seiner früheren Ehefrau Ellie Greenwich (1940-2009) und Phil Spector (*1939), der den Titel auch produzierte. Spector holte Tina Turner (Anna Mae Bullock, *1939) für die Produktion eines Albums an sein 1961 gegründetes Label Philles Records, nachdem er Ike and Tina Turner 1965 in Los Angeles live gesehen hatte. Nicht nur die Verhandlungen mit der Plattenfirma des Paares, dem Warner-Label Loma Records, gestalteten sich schwierig. Ehemann Ike Turner (1931-2007), berüchtigt für sein dominantes Verhalten, musste mit 20.000 Dollar dafür abgefunden werden, dass er sich aus allen künstlerischen Belangen heraushielt und dem Studio fernblieb. Obwohl unter Ike & Tina Turner veröffentlicht, hatten weder Ike Turner noch seine Band mit der Aufnahme etwas zu tun. Der Titel selbst ging aus einer improvisierten Session der drei Autoren im Chateau Marmont Hotel in Los Angeles hervor, wo Spector damals residierte. Er hatte Barry und Greenwich für eine Woche zur Entwicklung neuen Materials eingeladen. Spector gab mit der Gitarre die Harmoniefolgen vor, während Jeff Barry am Tisch Perkussion markierte und Ellen Greenwich am Piano Melodiefiguren improvisierte. Entstanden ist der Song dann aus dem Material von drei früheren, unfertig gebliebenen Titeln. Für die endgültige Gestalt arbeitete Spector mit Tina Turner noch einmal zwei Wochen lang an der Melodie, um eine ihrer Stimme optimal angepasste Fassung zu erhalten (vgl. Anonymous 1995).

Aufgenommen worden ist der Titel in fünf Sessions von Februar bis Anfang März 1965 in den Gold Star Studios in Los Angeles, die durch ihren von zwei innovativen Echokammern und dem Eigenbau-Equipment der Eigentümer geprägten Sound legendär geworden sind. Beteiligt waren über 21 der profiliertesten Sessionmusiker jener Jahre aus dem Raum Los Angeles, die als The Wrecking Crew zumeist ungenannt alle Spector-Produktionen in den frühen 1960er Jahren bestritten, darunter vier Schlagzeuger, vier Bassisten, drei Keyboarder, vier Perkussionisten und eine sechsköpfige Bläsergruppe. Zu den Beteiligten gehörten ferner 21 Background-Sängerinnen, die ebenfalls ungenannt sind (vgl. Hartman 2012: 112). Das Studio bevölkerten zudem eine ganze Reihe Zuschauer, darunter Mick Jagger von den Rolling Stones, Hollywood-Schauspieler Dennis Hopper, der für das Cover der Veröffentlichung verantwortlich zeichnete, und Brian Wilson, Leadsänger der Beach Boys. Allen Beteiligten ist die für eine Aufnahmesession völlig untypische Atmosphäre in Erinnerung geblieben, die Bassistin Carol Kaye angesichts des völlig überfüllten Studios rückblickend mit den Worten beschrieb: ” […] it almost felt like a party” (Wiser 2011). Von den Instrumentaltracks stellte Spector, Arrangeur Jack Nitzsche zufolge, sechzehn verschiedene Mixe her (vgl. Kubernik 1988), die bei der Aufnahme der Vokaltracks ausprobiert wurden, bis die optimale Variante gefunden war. Zwei der Alternate Takes sind 2008 im Rahmen der Ike & Tina Turner Archive Series veröffentlicht worden.

Die Single erschien in den USA mit dem Phil-Spector-Song “I’ll Keep You Happy” auf der Rückseite am 14. Mai 1966 auf Spectors Label Philles Records und parallel auf London Records in Großbritannien. Die Angaben zur Besetzung sind, wie bei allen Phil-Spector-Produktionen aus dieser Zeit, mehr als unvollständig und zudem recht willkürlich, da die genannten Namen keineswegs mit einer besonderen Rolle bei der Aufnahme in Zusammenhang stehen.

Phil Spector hat den Song im gleichen Jahr noch einmal als Titelsong des eigentlich vorgesehenen Albums veröffentlicht, von dem in den USA aus unbekannten Gründen jedoch nur eine Testpressung in sehr geringer Stückzahl hergestellt wurde, die heute von Sammlern zu Höchstpreisen gehandelt wird. Auf London Records in Großbritannien ist das Album mit RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH als Titelsong 1966 erschienen.

II. Kontext

Ike Turner gehörte mit seinen 1946 schon als Teenager gegründeten Rhythm Kings in den 1950er und frühen 1960er Jahren zu den populärsten Live-Performern der USA, insbesondere seit seine dritten Ehefrau Tina Turner ab 1957, damals noch unter dem Namen Little Anne, als Sängerin im Mittelpunkt der Band stand. Trotz einer Reihe von Aufnahmen bei diversen Labels vermochte Ike Turner an seinen Anfangserfolg von 1951 mit “Rockett 88” für Chess Records, der häufig als erster Rock’n’Roll-Song zitiert wird, jedoch nicht wieder anzuknüpfen. Erst als er ab 1960 mit “A Fool in Love” (1960) seine Ehefrau Tina in den Mittelpunkt der Produktionen stellte und unter Ike and Tina Turner zu veröffentlichen begann, wendete sich das Blatt. The Soul of Ike and Tina Turner (1961), das erste Studioalbum der beiden mit Aufnahmen aus den Jahren 1959 und 1960, gehört zu den frühen Zeugnissen der afroamerikanischen Soulmusik. Doch nicht zuletzt durch die ständigen Wechsel der Plattenfirmen, eine Folge von Ike Turners aggressiven Produzentenambitionen, die immer wieder zu Konflikten mit den verantwortlichen A&R-Managern der Labels führten, gelang es nicht, den Erfolg zu verstetigen. Erst die Single RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH, die sich in Großbritannien großer Beliebtheit erfreute, bescherte dem Duo, obwohl eine Soloproduktion von Tina Turner, im Herbst 1966 die Möglichkeit, als Vorgruppe der Rolling Stones auf deren Tour durch Großbritannien aufzutreten. Letztlich etablierte das Ike and Tina Turner (nunmehr auch in der Schreibweise Ike & Tina Turner) als internationale Stars.

Im Zusammenhang mit der Produktion von RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH Ende 1965 entstanden noch eine Reihe weiterer Aufnahmen mit Tina Turner, da ursprünglich ein ganzes Album geplant war. “A Love Like Yours (Don’t Come Knocking Every Day)”, “Hold On Baby”, “I’ll Never Need More Than This” und “The Cashbox Blues” wurden 1966 und 1967 in Großbritannien veröffentlicht, in den USA unterblieb die Veröffentlichung angesichts des Umstandes, dass RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH auf dem US-Markt Spectors Erwartung nicht erfüllte. “Two to Tango” und “A Man Is a Man Is a Man”, die als Single in den USA RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH folgen sollten, tauchten mit der Katalog-Nummer Philles 134 im November 1966 zwar in der Öffentlichkeit auf, eine offizielle Philles-Veröffentlichung waren sie jedoch schon nicht mehr. Spector hatte jedes Interesse an seinem Label verloren, weitere Veröffentlichungen erfolgten nicht mehr.

Der Song erschien, als sich in den USA die afroamerikanische Soulmusik mit den Produktionen der Labels Atlantic, Motown und Stax und Künstlern wie Aretha Franklin, Solomon Burke, Stevie Wonder, Marvin Gaye oder Otis Redding auf ihrem Höhepunkt befand. Das war dann wohl auch der Grund für die teils ablehnende Reaktion, auf die die Platte in den USA stieß. Von Spector in seiner Produktion mit allen Insignien der (weißen) Popmusik versehen und auf den Mainstream des Pop-Marktes zugeschnitten, geriet der Song hier mit der unübertroffenen Soul-Stimme von Tina Turner buchstäblich zwischen alle Stühle des segregierten Musikgeschäfts in den USA jener Jahre – für das an afroamerikanischer Musik interessierte Publikum zu sehr an das Musik-Establishment erinnernd, für den Pop-Markt zu sehr an der afroamerikanischen Bevölkerungsminderheit orientiert.

III. Analyse

RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH, ein von Tina Turner leidenschaftlich, mehr schreiend als singend vorgetragenes Liebeslied, besteht aus zwei Strophen und Refrain, die in die Standard-AABA-Form des amerikanischen Popsongs gebracht sind. Dem Song als Intro vorangestellt ist ein mit Bläsern und Streichern sowie Perkussion unterlegter viertaktiger Gitarrenriff, der in die auftaktig beginnende erste Strophe übergeht. Textstrophe und der korrespondierende musikalische Teil (Verse) sind auf unterschiedliche formale Ebenen bezogen, so dass sich eine in sich verschachtelte, spannungsreiche Songarchitektur ergibt. Die Strophe ist zweigeteilt und scheint zunächst dem klassischen zwölftaktigen Bluesschema zu folgen. Sie beginnt mit einer wiederholten achttaktigen Phrase (“When I was a little girl …”, bzw. “Now I love you just the way …”), die im Blues dem Statement entsprechen würde. Dem schließt sich ein respondierender Viertakter an (“And it gets stronger, in every way”). An dieser Stelle beginnt die Verschachtelung, denn der Viertakter wird zweimal wiederholt, was das anfänglich aufgebaute Bluesschema durchbricht und der Strophe musikalisch eine 28-taktige zweiteilige Form gibt. Dem entspricht auch der Textaufbau, denn der narrative Fluss wird durch das dreimalige “And it gets …” hier unterbrochen. Musikalisch aber gehören diese dreimal wiederholten Viertakter, die mit einem Wechsel in die Dominanttonart verbunden sind, zum Chorus des Songs, obwohl der Refrain des Textes (“And do I love you, my oh my / Yeah, river deep, mountain high”) erst zwölf Takte später einsetzt. Die Zughörigkeit zum Chorus wird mit dem flächigen vokalen Background und dem vollen Einsatz aller Begleitinstrumente auch durch einen klanglichen Registerwechsel angezeigt. Damit ergibt sich für den 48-taktigen Teil A des Songs der folgende Aufbau, sofern die Zusammensetzung der achtaktigen Phrasen von Verse und Chorus aus je zwei Viertaktgruppen einbezogen wird:

Intro | Verse | Chorus
| (a + b)(a + b) c c c’ (d + e)(d + e)
| Strophe | Refrain

 

Die Wiederholung (A) mit der zweiten Strophe erfolgt tongetreu, eingeschlossen die vier Takte Intro, die damit in der Form des Songs ebenfalls eine Mehrfachfunktion haben. Sie fungieren als Intro (und Outro), ferner als Bestandteil des Hauptformteils, den sie auf die im Popsong übliche Reihung von Achttaktern auffüllen und schließlich als zäsursetzendes, gliederndes Element im Songaufbau.

Die 32-taktige Bridge (B) beginnt ebenfalls wieder mit einem Gitarrenriff (ähnlich dem des Intros), der hier aber nun in einen 18-taktigen Dialog mit der Vokalstimme übergeht (“I love you, baby, like a flower loves the spring”), bevor das musikalische Material des Chorus wieder aufgegriffen wird und der sechzehntaktige zweite Teil des Chorus mit dem angehängten Gitarrenriff vom Anfang als Outro den Song beschließt, so dass die Bedingungen der AABA-Form, wenn auch mit einer verkürzten Wiederaufnahme das A-Teils am Schluss, erfüllt sind. Der Gitarrenriff ist jeweils als deutliche Zäsur eingesetzt und gibt dem Song seine vierteilige Struktur mit Intro und Outro. Die Teile selbst aber bestehen aus verschachtelten Elementen, die schon auf der formalen Ebene eine spannungsvolle Dynamik entfalten, denn jedes Formelement ist nach seinem Erklingen umgedeutet als Bestandteil eines anderen, das dann den weiteren musikalischen Fortgang bestimmt.

Das herausragende Merkmal dieses Songs ist jedoch die Klangdramaturgie, in dem Phil Spectors als “Wall of Sound” bekannt gewordenes Produktionskonzept kulminierte. Spector selbst bezeichnete sein Produktionskonzept als “a Wagnerian approach to Rock’n’Roll: little symphonies for kids” (Abbott 2012: 12). Dieses mit Unterstützung des Arrangeurs Jack Nitzsche (1937-2000) und des Toningenieurs Larry Levine (1928-2008) entwickelte Klangdesign verzichtet bewusst auf die sonst übliche akustische Trennung der Instrumente voneinander. Vielmehr sind diese in einen Klangstrom integriert, der die klangliche Individualität der Instrumente weitgehend zum Verschwinden bringt, so dass sie miteinander verschmelzen und im Wortsinn eine Art Klangwand entsteht. Erreicht wird das durch die kontrollierte Nutzung von Übersprecheffekten (Durchschlagen des Klangs auf benachbarte Mikrofone), Interferenzeffekten im Raum durch Mehrfachbesetzungen (Schlagzeug doppelt, Piano dreifach, Bass dreifach, Gitarren vierfach) und die massive Nutzung von Echoeffekten. So dient die für Spectors “Wall of Sound” charakteristische und eigentlich unnötige Mehrfachbesetzung von Instrumenten einzig dem Zweck, das Klanggeschehen im Raum zu verdichten, um die akustischen Interferenzerscheinungen (Löschung und Verstärkung von Frequenzbestandteilen des Klangs durch Reflexion im Raum) zu nutzen. Das maßgefertigte 12-Kanal-Mischpult des Studios, eines der ersten seiner Art, das die Aufnahme mit zwölf Mikrofonen ermöglichte, ließ dennoch ein kontrolliertes Klangdesign zu.

In RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH macht Spector von diesen Mitteln extensiv Gebrauch. So lässt bereits der einleitende Gitarrenriff durch das massive Echo, das auf alle Instrumente hier, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität gelegt ist, kaum noch erkennen, woraus sich das Klangfeld zusammensetzt. Erkennbar ist die melodische Kontur des Riffs vor einer Bläserfläche und der Shaker als Perkussioneffekt. Dass die Gitarre mit einem Piano parallel geführt ist, lässt sich noch nicht einmal erahnen, gibt dem Klang hier aber jenen eigenartigen, keinem Instrument recht zuordenbaren Charakter. Die mit der Strophe zunächst im unbegleiteten Solo einsetzende Vokalstimme ist dann in ein Klangfeld eingebettet, das aus dem rhythmisierten, die Viertel betonenden vokalen Background und den Streichern aufgebaut ist. Von ihm hebt sich lediglich die als Folge der Mehrfachbesetzung des Schlagzeugs klanglich eigentümlich unscharfe Hi-Hat mit ihrer charakteristischen Rhyhtmusfloskel ab. Mit dem Chorus kommt ein voller Bläsersatz hinzu, von dem aus unerfindlichen Gründen nur die Posaue in den Credits der Aufnahme ausgewiesen ist. Damit wird die Klangfläche so dicht, dass sich die Singstimme nur noch schreiend dagegen durchsetzen kann. Im zweiten Teil des Chorus mit dem Textrefrain wird dieser Effekt durch den kraftvollen Bläsersatz und die mit maximaler Verstärkung darüber gelegten Streicher noch einmal gesteigert. Auf dem Ganzen liegt wieder ein massiver Halleffekt, so dass die Instrumente klanglich ineinanderlaufen und selbst das mehrfach besetzte Schlagzeug sich von dem Klangstrom nicht abhebt. In der Bridge wird der auf dem ganzen Song liegende Hall noch einmal verstärkt. Dabei ist der Nachhall des Riffs diesem hinzugemischt, so dass Klang und sein Nachhall zur gleichen Zeit erklingen, was dieser Passage im Dialog mit der Singstimme einen sphärischen und unwirklichen Charakter gibt. Freigestellt und klanglich unverändert bleibt lediglich die Singstimme von Tina Turner, die Spector auf eine schreiende Intonation getrimmt hat, um sie nuancenreich in das Klangfeld hineinstellen zu können, ohne dass sie dabei zugedeckt wird.

Spector hat mit dieser Aufnahme einen Punkt erreicht, an dem weder eine Steigerung noch eine Weiterentwicklung seines Produktionskonzeptes möglich war. Mehr ist mit dem zur “Wall of Sound” zusammenlaufenden klanglichen Profilen der Instrumentalstimmen nicht zu erreichen. Somit liegt eine gewisse Folgerichtigkeit darin, dass diese Aufnahme für ihn einen vorläufigen Schlusspunkt in seiner Karriere als Produzent setzte.

IV. Rezeption

RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH erwies sich in den USA keineswegs als der Hit, der von Phil Spector erwartet worden war. Die Platte erreichte am 18. Juni 1966 mit Platz 88 gerade mal das untere Ende der Billboard Single Charts, eine Woche später war sie aus den Charts schon wieder heraus. Phil Spector veranlasste das, sich für zwei Jahre aus dem Musikgeschäft völlig zurückzuziehen und auch danach nur noch sporadisch als Produzent in Erscheinung zu treten, etwa 1970 für das Beatles-Albums Let It Be (1970). In Großbritannien war der Song jedoch ein Erfolg und erreichte Platz 3 der Charts.

Die erste Coverversion findet sich auf dem Album Pandemonium Shadow Show (1967) des amerikanischen Singer/Songwriter Harry Nilsson (1941-1994). Eric Burdon (*1941) veröffentlichte 1968 mit seinen Animals eine Rockversion des Songs, die im Jahr darauf zu einem Re-Release der Single auf A&M Records in den USA führte. Ebenfalls 1968 brachte die britische Rockband Deep Purple eine 10-minütige Version des Songs auf ihrem Album The Book of Taliesyn heraus. 1970 ließ die Motown Record Corporation ihre beiden erfolgreichsten Soul-Pop-Gruppen, die Supremes und die Four Tops, eine Reihe von Aufnahmen gemeinsam machen, darunter auch eine Version von RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH. Neil Diamond brachte 1993 eine recht erfolgreiche Pop-Version des Songs heraus.

Spector hat den Song 1995 mit der kanadischen Sängerin Celine Dion (*1968) noch einmal produziert. Die Aufnahme erwies sich angesichts gravierender Spannungen zwischen Spector und der Sängerin als ein Desaster und wurde verworfen. Die 1996 auf dem Album Falling into You veröffentlichte Coverversion Dions haben Steven Rinkoff (*1946) und Jim Steinman (*1947) produziert.

1999 erfolgte die Aufnahme von RIVER DEEP – MOUNTAIN HIGH in die Grammy Hall of Fame der amerikanischen Recording Academy, die damit Produktionen von bleibendem Wert und signifikanter historischer Bedeutung ehrt.

 

PETER WICKE


Credits

Gesang: Tina Turner
Piano: Leon Russell, Don Randi, Al DeLory
Saxofon: Jim Horn
Posaune: Louis Blackburn
Gitarre: Barney Kessel, Glen Campbell
Bass: Carol Kaye, Ray Pohlman
Schlagzeug: Hail Blaine, Earl Palmer
Percussion: Frank Capp
Arrangement: Jack Nitzsche
Toningenieur: Larry Levine
Produktion: Phil Spector

Recordings

  • Ike and Tina Turner. “River Deep – Mountain High / I’ll Keep You Happy”, 1966, Philles Records, 131, USA, (Vinyl/Single).
  • Ike and Tina Turner. “River Deep – Mountain High / I’ll Keep You Happy”, 1966, London Records, HLU 10046, GB, (Vinyl/Single).
  • Ike and Tina Turner. “River Deep – Mountain High”. On: River Deep – Mountain High, 1966, London Records, SHU 8298, GB, (Vinyl/Album).
  • Ike and Tina Turner. River Deep – Mountain High / I’ll Keep You Happy, 1969, A & M Records, 1118, USA, (Vinyl/Single).
  • Ike and Tina Turner. “River Deep – Mountain High (Alternate Takes)”. On: Ike & Tine Turner. The Archive Series, Vol 1 & 2, 2008, SPV/Yellow Label, SPV 305912, D, (2xCD/Compilation).

Covers

  • Harry Nelson. “River Deep Mountain High”. On: Pandemonium Shadow Show, 1967, RCA Victor, LPM-3874, USA (Vinyl/Album).
  • Eric Burdon & The Animals. “River Deep, Mountain High / White Houses”, 1968, MGM Records, K-14013, USA (VinylSingle).
  • Deep Purple. “River Deep, Mountain High”. On: The Book of Taliesyn, 1968, Tetragrammaton Records, T-107, USA (Vinyl/Album).
  • The Supremes & Four Tops. “River Deep – Mountain High”, 1970, Motown, M 1173, USA (Vinyl/Single).
  • Neil Diamond. “River Deep – Mountain High”. On: Up on The Roof: Songs from The Brill Building, 1993, Columbia Records, CK 57529, USA (CD/Album).
  • Celine Dion. “River Deep Mountain High”. On: Falling into You, 1996, Columbia Records, COL 483792 2, Europe (CD/Album).

References

  • Abbott, Kingsley (Ed.): Little Symphonies. A Phil Spector Reader. London: Helter Skelter 2012.
  • Anonymous: Rock and Roll; In the Groove; Interview with Larry Levine. In: openvaul from WGBH (dated 9/1995). URL: http://openvault.wgbh.org/catalog/V_789E40077C6F49268E4579EB7FA8E888 [6.2.2017].
  • Brown, Mike: Tearing Down the Wall of Sound. The Rise and Fall of Phil Spector. London, New York. Bloomsbory 2007.
  • Hartman, Kent: The Wrecking Crew. The Inside Story of Rock and Roll’s Best-Kept Secret. New York: St. Martin’s  2012.
  • Kubernik, Harvey: Jack Nitzsche remembers the Wall of Sound. In: Goldmine, 17 June 1988, 23.
  • Puterbaugh, Parker: Reconstructing Producers Phil Spectors Legendary Style. In: Rolling Stone, 23 August 1999, 45.
  • Rolling Stone’s 500 Greatest Songs of All Time, 963, Special Issue, 9.12.2004, 69.
  • The Making of River Deep Mountain High, Mitschnitt der Aufnahmesession. Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=5zfNx8qNKL0; Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=qyy47p-YnuE;Teil 3: https://www.youtube.com/watch?v=RBZV8dhaXlk [6.2.2017].
  • Thompson, Dave: Phil Spector. Wall of Pain. London: Omnibus Press 2010.
  • Williams, Richard: Phil Spector. Out of His Head. London: Omnibus Press 2009.
  • Wiser, Carl: Carol Kaye (Interview). In: songfacts. URL: http://www.songfacts.com/blog/interviews/carol_kaye/ [6.02.2017].

About the Author

Prof. Dr. Peter Wicke teaches theory and history of popular music and is director of the Center for Popular Music Research at the Humboldt University Berlin.
All contributions by Peter Wicke

Citation

Peter Wicke: “River Deep – Mountain High (Ike & Tina Turner)”. In: Songlexikon. Encyclopedia of Songs. Ed. by Michael Fischer, Fernand Hörner and Christofer Jost, http://www.songlexikon.de/songs/riverdeepmountainhigh, 04/2017.

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